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Geographie

Geographisch zählt die Insel zum östlichen Teil der Region Makedonien. Mit einer Fläche von rund 380 Quadratkilometern ist sie die zwölftgrößte Insel Griechenlands.

Geographische Lage

Die annähernd runde Insel Thasos liegt rund sieben Kilometer südlich der makedonischen Ägäisküste, etwa gegenüber dem Küstenort Keramoti und unweit des Nestos-Deltas. Die Hafenstadt Kavala in der nach ihr benannten Bucht befindet sich gut 20 Kilometer westlich der Insel. Östlich von Thasos erstreckt sich das Thrakische Meer, im Westen der Strymonische Golf, im Süden die offene Ägäis. Die Hauptinsel umgeben kleinere Eilande: Thasopoula (Θασοπούλα) im Nordosten, als relativ größtes mit 0,7 Quadratkilometer Fläche zwischen Thasos und dem Festland. Kinira (Κοίνυρα) im Osten und Panagia (Παναγία) im Süden, mit Flächen von je etwa 0,4 Quadratkilometer und Erhebungen von 60 bis 80 Metern. Kleinere Inseln, wie Gramvousa (Γραμβούσα), Furni (Φούρνοι) und Diapori (Διαπόρι) östlich und Pelagos (Πέλαγος) nach Süden. Nächste größere Ägäisinseln sind Samothraki, Gökçeada (Imbros) und Limnos mit Entfernungen zwischen 60 und 90 km in südöstlicher Richtung.

Topographie

Drei Bergzüge beherrschen die Insel: Der bedeutendste, das Ypsarion-Massiv, erstreckt sich im Nordostteil der Insel als imposantes, nahezu alpines Gebirgsmassiv zunächst in etwa östlicher Richtung vom Tsetsio Rachi (1078 m) über den Toumba (1129 m) und die Dio Kephales (1030 m) zum Profitis Ilias (1108 m), dann nach Südosten über den Spitoudi (1047 m) zum Ypsario (Ψαριό oder Υψάριο) (1204 m), dem höchsten Berg der Insel, mit dem Tsouknida (1028 m), bis zum Kamenos Vrachos (1078 m) und dem Fanos (744 m). Im Nordwesten des Ypsarion-Massiv setzt das Kathares-Massiv an und erstreckt sich vom Spathi (810 m) über den Kathares (874 m) nach Südwesten bis zum Ais Matis (809 m). Hinzu kommt im Südosten der Insel das Trikorfo-Massiv mit dem Agios Dimitrios (705 m), dem Trikorfo (810 m) und dem Lofio (725 m).

Flora und Fauna

Vegetation

Für die regionale Verteilung der Vegetation ist neben den beeinflussenden Faktoren Geologie, Relief, Wasserversorgung, Beweidung, Brände und Bodenerosion vor allem der Luv-Leeseiten-Effekt von herausragender Bedeutung. Unter diesen Gesichtspunkten werden in Nordgriechenland nicht nur die Insel Thasos, sondern auch die Chalkidike sowie das im Westen an den Thermäischen Golf angrenzende Ossa-Bergland in zwei deutlich unterscheidbare Hälften, wobei den Norden submediterrane Vegetation mit der Orientalischen Hainbuche (Carpinus orientalis) als Leitgewächs kennzeichnet und den Süden mesomediterrane Gewächse dominieren. Während in Westgriechenland die Westseite der Gebirge der Luvseite entspricht, zeigen die Verhältnisse in der nördlichen Ägäis die feuchteren Bedingungen an den Ostseiten.

Fast alle bisherigen vegetationskundlichen Erforschungen auf der Insel Thasos sind vor der Mitte der vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts erschienen. Seit dieser Zeit haben großflächige Waldbrände sowie folgende Aufforstungsmaßnahmen das pflanzengeographische Gesicht der Insel völlig verändert. Erst in jüngster Zeit (1984, 1985 und 1989) haben Waldbrände einen Großteil der Vegetation der Insel vernichtet. Etwa 70 % der Inselfläche waren von diesen Bränden betroffen, ca. 60 % der Wälder wurden eingeäschert. Die Prozentangaben sind Schätzungen, die auf der Interpretation des Satellitenbildes von Thasos vom 23. August 1985 sowie auf Beobachtungen in den Folgejahren beruhen. Die Brandgebiete von 1984 und 1985 werden im Osten und Süden weitestgehend von der Küstenlinie begrenzt. Im Norden verläuft die Grenze des Flächenbrandes vom Rücken des Klisidi (581 m) im Osten über die Ortschaft Theologos bis auf 1000 m westlich unterhalb des Ypsarion. Von hier aus biegt die Grenze nach Südwesten ins Tal von Maries ab und reicht bis in den Raum nördlich von Kalivia und Limenaria. Der Waldbrand von 1989 erfasste schließlich das westlich von Limenaria gelegene Tertiärgebiet sowie den gesamten Ais-Matis-Höhenzug. Damit war einerseits auch beinahe das gesamte Tal von Maries betroffen, andererseits auch die nach Nordwesten gerichteten Rücken und Abhänge. Erst knapp südlich von Kap Pachys endet die Nordgrenze des Brandgebietes. Nach Augenzeugenberichten begann der Brand im Norden und wurde durch die stetig wehenden und sich durch die Hitze verstärkenden Nordostwinde im August des Jahres weiter nach Südwesten getragen. Ohne Waldbrandschäden verbleibt somit nur noch der Nordostteil der Insel.